Informationen & Tipps rund um Ihre Reise nach Nepal

Beste Reisezeit für Trekkingreisen

Aufgrund der abwechslungsreichen Topografie kann sich das Wetter von einer Region zur anderen stark unterscheiden. Für den Großteil der Trekkingregionen in Nepal sind die Übergangsmonate im Frühling und im Herbst am besten für Reisen geeignet.

Im Oktober/November beginnt die Trockenzeit, es erwarten uns auch in größeren Höhen noch milde Tagestemperaturen (je nach Höhenlage um die 20 °C). Die Sicht wird von Tag zu Tag besser und klarer, wir profitieren von relativ stabilen Wetterlagen mit wenig Niederschlag. Aber Vorsicht: Je höher wir kommen, desto kälter wird es nachts und die Temperaturen fallen unter den Gefrierpunkt. 

Die Wintermonate Dezember/Januar sind aufgrund der frostigen Nachttemperaturen zwar für Treks in großen Höhen nicht geeignet. Unsere langjährige Erfahrung zeigt aber, dass man in mittleren Höhenlagen (bis 4.000 m) selbst bis in den Dezember hinein noch wunderbar trekken kann. Mit dem Vorteil eines meist stahlblauen Himmels und viel weniger Menschen um sich herum. Mit Schneefall muss natürlich gerechnet werden, denn der wenige Niederschlag kommt dann als weiße Flocken auf die Erde. Einzige Voraussetzung für ein gelungenes Trekking sind eine gute Ausrüstung mit warmer, funktionaler Kleidung, gutes Schuhwerk und ein warmer Schlafsack.

Die Frühjahrsmonate ab Mitte Februar/März/April sind die zweitbeste Jahreszeit für Trekking in Nepal. Es ist das Ende der Trockenzeit, die Temperaturen steigen wieder an und Wildblumen stehen in voller Blüte. Ein wahres Farbspektakel sind die rot/weiß/rosa blühenden Rhododendronwälder.

Je später im Frühjahr, desto diesiger wird es, der Monsun kündigt sich an. Der Vormonsun startet im Laufe des Monats Mai, geprägt von steigenden Temperaturen sowie schwüler und feuchter werdenden Luft. Der Mai ist insbesondere für Treks in große Höhen sehr gut geeignet. Dort fällt per se weniger Niederschlag, die höheren Temperaturen sind gerade recht und es  wird nachts nicht mehr ganz so bitter kalt. Die Sicht ist meist nicht wesentlich schlechter als im April. Großer Vorteil: Es sind viel weniger Leute unterwegs.

Sommerzeit mit den Monaten Juni/Juli/August heißt Monsunzeit: Die heftigen Monsunregenfälle  lösen immer wieder Erdrutsche aus, Straßen werden unpassierbar. Im Tiefland kämpft man gegen die allgegenwärtigen Blutegel. Für Treks also kaum geeignet, allerdings gibt es eine Ausnahme:

Beste Reisezeit für Trekking in Upper Mustang     

Davon abweichend, ist die Region von Upper Mustang aufgrund seiner geografischen Lage im Regenschatten des Himalaya-Hauptkamms besonders gut in den Sommermonaten (Juni, Juli, August) zu bereisen.

 

Beste Reisezeit für Kulturreisen

Die Monate Dezember bis Februar sind ideal für Kulturreisen, eventuell verbunden mit kleinen Wanderungen in tieferen Lagen, oder einem Besuch im Chitwan Nationalpark.
In den hoch gelegenen Berg- und Trekkingregionen ist es zu dieser Zeit bitter kalt, im normalerweise quirligen Kathmandu ist das Leben deshalb weniger hektisch. Im Landesinneren bis in moderate Höhenlagen sowie im tropischen Süden Nepals können Sie es sich an sonnigen Tagen und milden Temperaturen von bis zu 20 °C gut gehen lassen.
 
In den Nächten können die Temperaturen aber auch hier den Nullpunkt erreichen, so dass Sie auf alle Fälle warme Kleidung im Gepäck haben sollten.

Reise-Dokumente für die Einreise nach Nepal

  • Reisepass
    Ihr Reisepass muss bis mindestens sechs Monate nach Ende der Reise gültig sein!

    Kinderausweise für Kinder bis zum 16. Lebensjahr werden anerkannt, wenn der Ausweis mit einem Lichtbild versehen ist.

  • Visum

Beantragung eines Visums für Nepal

a) Vorab bei einem Konsulat oder der Botschaft in Berlin

Sie können Ihr Visum schon vorab in Deutschland bei der nepalesischen Botschaft  oder einem der zuständigen Konsulate beantragen. 

Die Kosten belaufen sich auf ca. 35 € für einen Aufenthalt von max. 15 Tagen und ca. 50 €  für einen Aufenthalt von max. 30 Tagen.  Die Gebühr müssen Sie in diesem Fall überweisen. Wenn Sie das Visum persönlich abholen, können Sie auch bar bezahlen. 
Kinder unter 10 Jahren benötigen auch ein Visum, dies ist allerdings kostenfrei. 

Hier die Links zu den Vertretungen Nepals in Deutschland / Österreich / Schweiz:

Nepalesische Botschaft Berlin          /  Visaantrag Berlin 2020 

Nepalesisches Konsulat München    /  Visaantrag München 2020

Nepalesisches Konsulat Stuttgart     /  Visaantrag Stuttgart 2020  

Nepalesisches Konsulat Köln           /  Visaantrag Köln 2020  

Nepalesisches Konsulat Wien

Nepalesische Botschaft Genf

 

b) Vor Ort bei Einreise am Flughafen Tribhuvan in Kathmandu

Völlig unproblematisch ist die Ausstellung des Visums bei der Einreise am Flughafen in Kathmandu. Dafür benötigen Sie 

Sie sparen Zeit, wenn Sie sich das Antragsformular schon zuhause ausdrucken und ausfüllen.

Bitte beachten Sie: 
Ihr Reisepass muss bis mindestens sechs Monate nach Ende der Reise gültig sein!

c) Online-Beantragung über einen Visa-Dienstleister

Neben der Beantragung bei der Botschaft in Berlin oder einem der Honorarkonsulate bietet sich als sichere und einfache Vorab-Beantragung für Nepal die über einen Online-Visadienst an:

Visa Online-Beantragung für Deutsche Staatsangehörige

Visa Online-Beantragung für Österreichische Staatsangehörige

Visa Online-Beantragung für Schweizer Staatsangehörige

Einreise 

Zusätzlich zum Visum müssen Sie bei der Einreise am Internationalen Flughafen Tribhuvan (TIA) in Kathmandu ein Arrival Information Formular ausfüllen (bei der Ausreise das Departure Formular). Auch hier sparen Sie Zeit, wenn Sie das Formular schon ausgefüllt in Händen halten.
 
 

Zoll

Siehe Zollvorschriften des Auswärtigen Amtes

Zigaretten, Tabak, Alkohol, Parfüm etc.  dürfen Sie nur in Mengen, die Sie für Ihren Eigenbedarf benötigen, zollfrei ein- bzw. ausführen. Das gilt ebenso für Ausrüstungsgegenstände und Proviant.  Absolut verboten ist die Ein- und Ausfuhr von Rauschgiften aller Art.

Detaillierte Hinweise zur jeweils aktuellen Sicherheitslage gibt das Deutsche Auswärtige Amt.

Nepal ist ein vergelichsweise sicheres Land mit einer geringen Kriminalitätsrate. Wie überall in der Welt sollten Sie jedoch auch hier einige Vorsichtsmaßnahmen beachten. So sollten Sie es vermeiden, Geld, Schmuck und andere Wertsachen allzu offen zur Schau zu tragen. 

Bitte beachten Sie das grundsätzlich erhöhte Risiko bei Trekking-/Erlebnisreisen in Nepal: Die von uns durchgeführten Reisen führen zum großen Teil in abgelegene Gebiete und sind daher mit besonderen Risiken verbunden (Straßenverhältnisse, Verkehrsmittel, medizinischen Versorgung, Abhängigkeit vom Wetter etc.). Im Gebirge, vor allem in abgelegenen Regionen, können Rettungs- und/oder medizinische Behandlungsmöglichkeiten aufgrund technischer oder logistischer Schwierigkeiten nur in sehr eingeschränktem Umfang gegeben sein. Kleinere Verletzungen oder Zwischenfälle können deshalb schwerwiegende Folgen haben. 

Wir nutzen lokale Transportmittel, die nicht unbedingt den europäischen Komfort- und Sicherheitsmaßstäben ent­sprechen. Ebenso sind Gebirgsstraßen und sonstige Verkehrswege oft mit einem höheren Unfallrisiko behaftet als im mitteleuropäischen Raum (fehlende Absicherungen gegen Absturz, risikofreudige Fahrweise der Verkehrsteilnehmer, Steinschlag, Lawinenabgänge, Erdrutsche, technischer Zustand der Fahrzeuge etc.). Dadurch können sich  Transport- und sonstige Risiken ergeben, auf die HFT keinen Einfluss hat. 

Wir sind weiterhin verpflichtet Ihnen mitzuteilen, dass sämtliche Luftfahrtunternehmen Nepals auf der Liste derjenigen Fluggesellschaften stehen, die keine Betriebserlaubnis für Langstreckenflüge in die EU haben. Wir nutzen für die Langstreckenflüge keine dieser Fluglinien. Die entsprechend der EU-Verordnung erstellte „Black List“ ist abrufbar über die Seite des Luftfahrbundesamtes https://ec.europa.eu/transport/modes/air/safety/air-ban_de.

Alle Inlandsflüge in Nepal sind Sichtflüge. Daher kann es bei ungünstigem Wetter zu Flugausfällen kommen. Die Einhaltung des Programms ist von der Durchführbarkeit der Flüge abhängig. Wetterbedingt kann es zu kurzfristigen Änderungen im Reiseprogramm kommen.

In Nepal wenden Sie sich bei jedweder Art von Sicherheits- oder sonstigen Problemen zu jeder Tages- und Nachtzeit an unseren Partner. Dort erreichen Sie unter der Ihnen mit den Reisedokumenten ausgehändigten Telefonnummer rund um die Uhr einen Ansprechpartner.

Im ernsten Notfall wenden Sie sich ggf. auch an die

Deutsche Botschaft in Nepal
Gyaneshwor Marg 690
POB 226
Kathmandu, Nepal

Tel. +977 1 441 27 86
Fax +977 1 441 68 99
www.kathmandu.diplo.de

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 08:00 – 17:00 Uhr


Aufbewahrung Ihrer Reisedokumente

Während der Reise sollten Sie auf ihren Reisepass immer Acht geben. Nach nepalesischem Recht müssen Sie sich als Tourist jederzeit ausweisen können. Um den Problemen im Falle eines Verlusts vorzubeugen, empfehlen wir Ihnen, eine Fotokopie Ihres Reisepasses getrennt vom Original mit sich zu führen

Zusätzlich können Sie sich einen Scan Ihres Reisepasses an Ihre eigene E-Mail senden. Dann haben Sie die Möglichkeit, jederzeit zumindest auf ein Ersatzdokument zuzugreifen.

Wir bieten allen unseren Kunden an, ihren Reisepass in die treuen Hände unseres Partners vor Ort zu übergeben, dort werden die Dokumente sicher verwahrt. Auf diese Empfehlung sollten Sie zumindest während der Zeit Ihres Trekkings zurückgreifen.

Diese Informationen gelten für alle unsere Zielgebiete gleichermaßen. Wir haben die Infos deshalb auf einer separaten Seite
Gesundheit bei Trekkingreisen im Himalaya“  zusammengestellt. 

Diese Informationen gelten für alle unsere Zielgebiete gleichermaßen. Wir haben die Infos deshalb auf einer separaten Seite
Ausrüstung für Trekkingreisenzusammengestellt. 

Hier finden Sie dazugehörige  Checkliste Ausrüstung für Trekkingreisen

 

Unterkunft in Kathmandu oder Pokhara

In Kathmandu und Pokhara, aber auch im Chitwan Nationalpark, übernachten wir in guten Mittelklasse-Hotels. Eine offizielle Sterneklassifizierung gibt es in Nepal nicht. Bitte rechnen Sie deshalb nicht nach europäischen Standards. Wir wählen unsere Hotels mit Sorgfalt aus und sind sicher, dass Sie sich dort wohlfühlen werden. Sollte doch einmal etwas nicht Ihren Erwartungen entsprechen, wenden Sie sich bitte direkt an unseren Partner vor Ort. Wir finden immer eine gute Lösung.
Auf Wunsch buchen wir für Sie gern auch eine höhere Hotelkategorie. 

Unterkunft während des Treks

Während des Treks übernachten wir in Lodges oder Teahouses, am ehesten vergleichbar mit unseren Berghütten. Die Standards sind mittlerweile sehr unterschiedlich. In den klassischen Trekkingregionen (z.B. Annapurna, Everest) sind die Standards deutlich höher als in touristisch weniger erschlossenen Gebieten (z.B. Langtang, Manaslu). 

Die meisten Lodges bieten heute Doppelzimmer, aber auf eine Nacht im Mehrbettzimmer oder Lager sollten Sie sich dennoch einstellen. Decken sind vorhanden, ein eigener Schlafsack ist aber aus hygienischen Gründen unbedingt empfehlenswert.

Einzelzimmer (bei Buchung angeben) beziehen sich immer nur auf die Hotelübernachtungen. In der Lodge entscheidet die Verfügbarkeit über die Vergabe von Zweibettzimmern an Einzelpersonen. Hier gibt es leider keine Garantien.

Die sanitären Einrichtungen sind ebenfalls recht unterschiedlich und richten sich nach dem Standard der Lodge. Rechnen Sie mit einfachen Bedingungen, ein Waschbecken auf dem Zimmer ist definitiv die Ausnahme. Duschen gibt es, aber lassen Sie sich vom Schild „hot shower“ bitte nicht täuschen – tatsächlich ist warmes Wasser rar und steht dann nicht unbedingt zum Duschen zur Verfügung. Eine Schüssel warmes Wasser reicht zwischendurch aber auch, und die bekommen Sie eigentlich überall. 

Für Toiletten gilt dasselbe: gerade in touristisch nicht so gut erschlossenen Gebieten handelt es sich meist um „Plumpsklos“, die sich im Hauptgebäude oder auch außerhalb befinden.

In Kathmandu und Pokhara wird es Ihnen an nichts fehlen, es gibt zahlreiche Restaurants und Sie haben die Qual der Wahl. Selbst wer auf heimische kulinarische Spezialitäten nicht verzichten möchte, kann sich hier voll ausleben: Pizza, Pasta, Steaks… alles ist verfügbar und je nach Restaurant auch in bester Qualität.

Doch keine Angst, auch auf dem Trek werden Sie gut versorgt. Das klassische nepalesische Essen ist das Dal Bhat. Es besteht aus Reis, einer gewürzten Linsensoße und Currygemüse, manchmal werden auch Pickles dazu gereicht. Quasi überall erhältlich und SEHR lecker! 

Abendessen gibt es immer in der Lodge, in der wir auch übernachten. Es wird einfaches, aber wirklich sehr gutes Essen serviert. Wenngleich sich die Speisekarten meist ähneln (Reis, Nudeln, Kartoffeln mit Gemüse), jede Lodge kocht anders und das Essen auf dem Trek macht wirklich Spaß. Regional und saisonal – vorbildlichl!

Eine Bitte haben wir: 
Wenn Sie in einer Gruppe reisen, sollten Sie sich bei der Essensauswahl auf zwei, maximal drei Gerichte verständigen. Es wird alles frisch zubereitet und wenn Sie die Küchen vor Ort sehen wissen Sie sofort, warum. Keiner hat Lust, stundenlang auf sein Essen zu warten. Beim Lunch-Stopp gilt diese Bitte noch verstärkt. 

Auf die grundlegenden Hygieneregeln (siehe „Gesundheit) weisen wir an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich hin: 
„Wash it, peel it or leave it“. Wasser bitte ausschließlich abgekocht, aus der (original verschlossenen) Flasche oder notfalls mit Entkeimungstabletten behandelt trinken.

Zwischen deutschen und nepalesischen Telefonanbietern gibt es vereinzelt Roaming-Verträge. Bitte informieren Sie sich vor Reiseantritt bei Ihrem Mobilfunkanbieter. 

Wenn Sie absehbar häufiger mit Ihrem Handy telefonieren wollen/müssen, empfehlen wir den Kauf einer örtlichen SIM-Karte. Diese gibt es von NTC und von NCELL. Ihr Guide und unsere Ansprechpartner vor Ort beraten Sie gern und sind auch beim Kauf behilflich.

Vorwahlen von und in die DACH-Region:

  • Nach Nepal: +977
  • Nach Deutschland: +49
  • Nach Österreich: +43
  • In die Schweiz: +41

Wlan ist in allen Hotels verfügbar, in den Lodges entlang der bekannten Treks mittlerweile meist auch (allerdings zunehmend gegen eine mehr oder weniger geringe Gebühr). 

Bitte informieren Sie Ihre Lieben zuhause bereits im Vorfeld, dass Sie während des Treks nicht immer erreichbar sein werden und dass kein Grund zur Sorge besteht, wenn einige Tage lang Funkstille herrscht.

Landeswährung ist die Nepalesische Rupie, 1 € = 126 NR (Stand 01/2020). D

Geld tauschen können Sie nur in Nepal. In Kathmandu können Euro, US$ und Schweizer Franken problemlos getauscht werden.
Reiseschecks sind nicht mehr üblich und werden heute in Nepal unseres Wissens nicht mehr akzeptiert.
Besorgen Sie sich in Kathmandu ausreichend Bargeld, bevor Sie den Trek startenGünstig sind kleine Scheine, denn nicht überall steht ausreichend Wechselgeld zur Verfügung. Mit EC-/Kreditkarten können Sie während des Treks nichts anfangen.

EC-Karte:
In den Städten Kathmandu und Pokhara stehen mittlerweile mehrere Geldautomaten zur Verfügung, an denen mit einer EC-Karte + PIN unproblematisch Bargeld (Rupien) abgehoben werden kann. Bedenken Sie, dass pro Abhebung ein Fixbetrag als Auslandseinsatzgebühr erhoben wird. 

Kreditkarte:
Mit einer Kreditkarte kann man in den Städten Kathmandu und Pokhara in der Regel ebenfalls problemlos Bargeld abheben. Für jede Geldabhebung in Landeswährung wird vom Kreditkarteninstitut eine Auslandseinsatzgebühr fällig, die zwischen 1 und 4 Prozent des Betrags liegt. Hier finden Sie weitere Infos zum Geld abheben in Nepal.

Ausgaben während des Treks

 Eine häufig gestellte Frage, schwierig zu beantworten. Es kommt so sehr auf Ihre individuellen Gewohnheiten an. 
– Gönnen Sie sich am jeden Abend ein oder zwei Bierchen? 
– Darf’s auch mal ein Snickers, ein Softdrink oder ein Stück Kuchen zwischendurch sein? 
– Stecken Sie fotogenen Objekten vor der Kamera auch mal was zu, damit Sie Ihnen als Motiv dienen? 
– Lassen Sie sich von den Souvenirverkäufern locken? 
– Und letztlich: Sind Sie im teuren Everest-Gebiet unterwegs oder umrunden Sie den Manaslu, wo es nur viel seltener Gelegenheit zum Geld ausgeben gibt?

Als grobe Orientierung: mit 10-15 € pro Trekkingtag werden Sie den Trek auf alle Fälle überleben. Nehmen Sie den Betrag möglichst in kleinen Scheinen mit, damit das Wechselgeld geben kein Problem wird.

 

Trinkgeld

Für Trekking-Guides und Träger 

Trinkgeld wird erwartet und gehört als ein Zeichen der Wertschätzung dazu. Jede andere Aussage entspräche einfach nicht der Wahrheit. Selbstverständlich hängt die Höhe davon ab, wie zufrieden Sie mit der Leistung Ihrer Mannschaft waren. Zur Orientierung: 5-6 € pro Person und Trekkingtag sind angemessen. Im (teuren) Everest-Gebiet darf es gern etwas mehr sein, bei sehr guter Leistung ebenfalls.

Unsere Empfehlung: Überschlagen Sie vor dem Trek, wie viel Trinkgeld Sie in etwa brauchen werden und halten Sie dieses Geld möglichst passend bereit. Übergeben Sie das Trinkgeld für die gesamte Mannschaft an den Guide, verbunden mit ein paar Worten des Dankes und des Lobes. Ein guter Zeitpunkt hierfür ist der letzte Abend vor Beendigung des Treks. Der Guide übernimmt die Verteilung im Team.

Restaurants: Üblich sind etwa 5% der Rechnungssumme, in teureren Restaurants werden eher 10% erwartet. Immer häufiger ist heute bereits eine „Service Charge“ im Rechnungsbetrag inkludiert; zusätzliches Trinkgeld ist in diesem Fall nicht notwendig.

Hotel: Das Service-Personal freut sich über ein Trinkgeld. Meist steht  hierfür eine Tip-Box am Empfang. Wenn Sie bestimmte Leistungen honorieren möchten, hier zur Orientierung: 
Zimmermädchen: ca.50 Rs pro Tag 
Kofferträger: ca. 30–40 Rs pro Gepäckstück

Spenden

Es ist üblich, dass in Tempeln, Klöstern und religiösen Stätten kleinere Geldbeträge gespendet werden. Wenn Sie mögen, schließen Sie sich diesem Brauch an – selbst ein paar Rupien sind eine schöne Geste.
 

Angemessene Kleidung 

  • Männer sollten immer ein Hemd/T-Shirt und langen Hosen tragen. Auf (viel begangenen) Wanderwegen sind kurze Hosen heute auch in Ordnung.
  • Frauen sollten auf eine eher konservative Kleidung achten. Schultern und Knie sollten bedeckt sein, am besten auch die Unterschenkel. Kurze Hosen sind vielleicht auf dem Trek akzeptabel, in abgelegenen Dörfern sind sie auch heute noch ein No-Go. Ein luftiger Rock ist bei Hitze genauso gut wie eine kurze Hose. Grundsätzlich gilt: Je mehr Haut Sie zeigen, desto mehr müssen Sie auch mit anzüglichen Blicken und eventuell auch mit Belästigungen rechnen.

Begrüßung

Zur Begrüßung legen Sie die Handflächen auf Brusthöhe zusammen, verbunden mit dem Gruß „Namaste“ (Ich grüße das Göttliche in dir). Wenn Sie besonderen Respekt ausdrücken wollen, verwenden Sie das formellere „Namaskar“.

Keine Zärtlichkeiten in der Öffentlichkeit

Körperkontakt und Küssen in der Öffentlichkeit sind in Nepal besonders bei der älteren Generation verpönt. Nur Personen gleichen Geschlechts zeigen ihre Freundschaft oft durch „an die Hand“ nehmen oder durch „den Arm über die Schultern“ legen.

Gestik

Daran müssen Sie sich gewöhnen: Kopfschütteln, das für uns als Nein gilt, bedeutet in Nepal „Ja“. Das führt immer mal wieder zu Missverständnissen. So auch die sprichwörtliche nepalesische Freundlichkeit: Ein Nepalese versucht immer, Ihre Frage zu beantworten. Ein „Ich weiß nicht“ werden Sie selten hören… und so kommt es schon auch mal vor, dass ein zustimmendes Kopfschütteln eher „Ich weiß nicht so genau“ bedeutet.

Dinge, die als „unrein“ gelten

  • Die linke Hand gilt als unrein, da sie (früher) zum Reinigen nach dem Stuhlgang benutzt wird/wurde. Essen und Nahrungsmittel werden aus diesem Grund ausschließlich mit der rechten Hand berührt. 
  • Als „unrein“ gilt auch Essen, welches bereits mit einem benutzten Messer, Löffel, mit den Fingern oder den Lippen einer anderen Person in Kontakt gekommen ist. Bieten Sie deshalb niemals einem Nepalesen derart verunreinigtes Essen an und essen Sie selbst möglichst auch nicht von fremden Tellern.

Einladung in ein privates Wohnhaus

  • Beim Betreten von Wohnungen ziehen Sie bitte die Straßenschuhe vor der Eingangstür aus, da diese als „unrein“ gelten. 
  • Bringen Sie ein kleines Gastgeschenk mit, Süßigkeiten für die Kinder kommen immer gut an.
  • Um Respekt auszudrücken, aber auch um Geld anzubieten, Essen oder Geschenke zu überreichen, verwenden Sie nur die rechte Hand, beide Hände oder, die rechte Hand überreicht die Gabe und die linke Hand ruht derweil auf dem Handgelenk oder der Ellbeuge.
    Erwarten Sie bitte keine großen Worte des Dankes – das ist in Nepal einfach nicht üblich. „Dhanyavad“ (Hindi) wird als „Danke“ übersetzt, aber auch das englische „thank you“ wird eigentlich überall verstanden.
  • Setzen Sie sich so hin, dass Sie mit Ihren Fußsohlen auf niemanden zeigen und steigen Sie nicht über eine Person drüber, um einen Platz zu finden.
  • Sie werden mit Sicherheit reich bekocht. Mit einem Nachschlag bringen Sie am besten zum Ausdruck, dass Ihnen das Essen geschmeckt hat – also am Anfang nicht zu viel auf den Teller laden. Die Küche des Hauses sollten Sie übrigens nicht unaufgefordert betreten.

Besuch religiöser Kultstätten

  • Bitte ziehen Sie vor Betreten die Schuhe aus
  • Kleiden Sie sich so, dass möglichst wenig nackte Haut zu sehen ist. Spagettiträger, kurze Hosen oder kurze Rücke sind bei Damen unangebracht, häufig wird der Zutritt dann sogar verboten.
  • Eine Stupa umkreist man immer im Uhrzeigersinn, d.h. man wandert auf der linken Seite vorbei.
  • Kühe sind in Nepal heilig und auch Nationaltier. Aus diesem Grund essen Nepalesen auch kein Rindfleisch.

Souvenirkauf und das Feilschen um Preise

Typisch nepalesische Souvenirs (Schals, Decken, Teppiche, Schmuck, Schnitzereien, Kunstgegenstände, Stick- und Strickarbeiten, Leder- und Töpferwaren) kauft man selten zum Festpreis. Handeln gehört einfach dazu und lohnt sich. Üblicherweise setzen die Händler den Preis zu Beginn viel zu hoch an. Nach einigem Hin und Her kann man sich fast immer auf einen Preis einigen, der Ihnen als Sonderrabatt („early morning price“, „late evening price“, „you are my first customer today“ etc.) schmackhaft gemacht wird. Schön, wenn sowohl Händler als auch Käufer mit einem guten Gefühl auseinander gehen.

Umgang mit Bettlern

Wie überall auf der Welt gilt auch in Nepal: Almosen erzeugen noch mehr Bettler, lösen aber nie die der Armut zugrunde liegenden Probleme! Insofern sollten Sie die Bettelei nicht unterstützen.

Wenn Sie wirklich Gutes tun wollen, unterstützen Sie lieber nachhaltig, zum Beispiel durch eine Spende an eine Schule, ein Waisenhaus oder eine andere Einrichtung im Land. Sie können unsere Partner vor Ort direkt fragen und wenn Sie möchten, auch ein oder verschiedene Waisenhäuser besichtigen.
Auch können wir eine Spende an die uns vertraute UKALO e.V. empfehlen, hier geht wirklich jeder Cent in die Hilfsprojekte.

Aktuelles Wetter und Uhrzeit in Kathmandu

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Paul Nicolini, Gründer und Inhaber von Himalaya Fair Trekking (HFT)

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