Ausrüstung für Trekkingreisen ins Himalaya

Wichtig für alle, die gebucht haben und sich auf die Reise vorbereiten. Spätestens aber, wenn Sie bereits am Packen sind: 

Unsere  Checkliste für die Ausrüstung

 

Und hier noch ein paar Tipps…

Rucksack, Seesack, Reisetasche oder Koffer?

Ihr Tagesrucksack hat idealerweise ein Volumen von etwa 30 Litern. Sie verstauen darin alles, was Sie tagsüber benötigen (Getränke, Snacks, Regenjacke, Fotoausrüstung…). Bitte denken Sie an einen Regenschutz, falls nicht schon im Deckelfach integriert.

Ihr restliches Gepäck, das Sie auf dem Trek benötigen, wird meist von Portern, manchmal auch von Maultieren getragen. Geeignet ist ein großer Trekkingrucksack oder auch eine robuste Reisetasche. Aus Erfahrung kommen Sie mit einem Volumen von  60+ Litern sehr gut aus. Denken Sie auch hier an einen geeigneten Regenschutz.

Das Gewicht Ihres Gepäcks während des Treks, das für Sie transportiert wird, ist auf maximal 15 kg beschränkt. 

Gepäck, das Sie während des Treks nicht brauchen, können Sie im Hotel am Ausgangsort deponieren. Günstig hierfür ist eine kleine, leichte (absperrbare) Reisetasche. Diese können Sie sich für kleines Geld auch vor Ort in Kathmandu besorgen. Im Notfall tut es aber auch eine große Plastiktüte.

 

 

Kleidung nach dem Zwiebelprinzip

Die tageszeitlichen Temperaturschwankungen sind bei Trekkingreisen zu berücksichtigen. Während es an sonnigen Tagen tagsüber mit ca. 25 °C auch in höheren Lagen sehr warm werden kann, müssen Sie besonders in den höheren Lagen nachts sowie in den frühen Morgenstunden mit Minusgraden rechnen (bis zu -22 °C in Höhen über 5.000 m). Es kommt also durchaus auf die richtige Reise-Ausrüstung an.

Das Zwiebel(schalen)prinzip bezeichnet eine Zusammenstellung der Kleidung derart, dass mehrere Kleiderschichten unterschiedlicher Dicke und Materials miteinander kombiniert werden. Dabei werden die einzelnen Kleidungsstücke, ähnlich der einzelnen Schichten einer Zwiebel, übereinander angezogen. Der Vorteil beruht darauf, dass zwischen den Kleidungschichten insgesamt mehr Luft als Wärmeisolator gespeichert wird als bei wenigen, dicken Textilschichten. Vorteilhaft ist weiterhin die Flexibilität: Durch Ausziehen oder Anziehen von einzelnen Schichten kann die Kleidung einfach an die aktuellen Temperatur- und Witterungsverhältnissen angepasst werden kann, auch wenn diese schnell wechselt. Die drei Kleidungsschichten sind:

  1. Innenschicht (Schweißtransportschicht)

Wird direkt auf der Haut getragen, also die Unterwäsche. Sie soll Feuchtigkeit (Schweiß) von der Haut weg transportieren, um diese trocken zu halten, und bei tiefen Temperaturen auch isolieren und wärmen. Wichtig ist ein angenehmes Körpergefühl. Baumwolle saugt sich voll, trocknet langsam, fühlt sich am Körper kalt an und ist daher ungeeignet. Besonders bei  Anstrengungen in der Kälte schwören viele unserer Kunden auf (Materialkombinationen mit) Merino – mit dem großen Vorteil, dass dieses Material auch nach tagelangem Tragen kaum riecht.

  1. Mittlere Schicht (Isolationsschichten)

Eine oder mehrere Schichten, welche die Körperwärme speichern. Dazu zählen Funktionsshirts, Hemd, Bluse, Fleece-Jacke, Softshell, Primalaoft etc. Je nach Verhältnissen und Anstrengung werden hier unterschiedliche Produkte gewählt.

  1. Außenschicht (Witterungsschutz)

Die wasser- und winddichte Außenhaut, möglichst atmungsaktiv, damit die vom Körper ausgeschiedene Feuchtigkeit nach außen transportiert wird und verdunsten kann. Beispiele sind Hardshell (Anorak), Windstopper, Regenjacken. Wichtig ist eine gewisse Robustheit des Materials, da hierauf der Rucksack getragen wird.

Grundsätzlich 

 

Was bedeutet „Funktionskleidung“?

Kleidungsstücke müssen (je nach Schicht) unterschiedliche Aufgaben erfüllen. Hersteller von Sport-/Outdoor-Kleidung haben deshalb Funktionstextilien aus Stoffen mit funktionellem Mehrwert entwickelt. Die Unterscheidung von Funktionstextilien ist eine Wissenschaft für sich geworden ist, Hersteller geben ihren Funktionstextilien auch eigene Bezeichnungen. Früher gab es als Außenschicht atmungsaktive, regendichte Außenhaut „Goretex“, heute gibt es jede Menge anderer Materialien. Machen Sie sich auf der Seite „Kleine Materialkunde“  (Outdoor-Shop Bergzeit)  schlauf oder arbeiten Sie sich durch das  Material-Lexikon.

 

Der richtige Schlafsack

Viele unserer Touren führen Sie hinauf bis auf Höhen von 5000 m. Die Nächte dort oben sind kalt, manchmal auch sehr kalt –  auch in den Zimmern kann die Temperatur unter den Gefrierpunkt fallen. Entsprechend gut wärmend sollte Ihr Schlafsack sein.

Wir empfehlen, sich beim Kauf eines Schlafsacks am Komfortwert (T comf)  zu orientieren, weniger an der Extremtemperatur. Mit einem Schlafsack mit Komfortbereich von  -10° C  sind Sie aus unserer Sicht gut beraten. Die Temperaturempfindlichkeit ist allerdings von Mensch zu Mensch unterschiedlich und auch tagesformabhängig. Wer schnell friert, sollte einen Schlafsack mit einer niedrigeren Komforttemperatur (-15° C) wählen.

Zu den weiteren Kaufkriterien wie Material (Daune oder Kunstfaser), Form, Gewicht etc. möchten wir keine Empfehlung abgeben – gerade die Materialfrage war ja schon immer  ein regelrechter Glaubenskrieg. Die Entscheidung hängt unter anderem davon ab, für welche Einsätze Sie Ihren Schlafsack sonst noch nutzen möchten, und nicht zuletzt auch von der Größe Ihres Geldbeutels. Ratgeber, die Sie bei Ihrer Entscheidung unterstützen, finden Sie zahlreich im Internet.

 

Welche Bergschuhe?

sollten einfach gut passen und eingelaufen sein. Wir empfehlen Trekkingschuhe der Kategorie B/C oder C.
Hier ein paar Tipps zum Kauf von Bergschuhen aus dem alpin-Heft 08/2019 sowie ein Test ausgewählter Modelle der Kategorie C.
Paul Nicolini, Gründer und Inhaber von Himalaya Fair Trekking (HFT)

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Ihr Paul Nicolini und das Team von HFT

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