Infos zum Aufenthalt in Nepal

Unterkunft

Unterkunft in Kathmandu oder Pokhara

In Kathmandu und Pokhara, aber auch im Chitwan Nationalpark, übernachten wir in guten Mittelklasse-Hotels. Eine offizielle Sterneklassifizierung gibt es in Nepal nicht. Bitte rechnen Sie deshalb nicht nach europäischen Standards. Wir wählen unsere Hotels mit Sorgfalt aus und sind sicher, dass Sie sich dort wohlfühlen werden. Sollte doch einmal etwas nicht Ihren Erwartungen entsprechen, wenden Sie sich bitte direkt an unseren Partner vor Ort. Wir finden immer eine gute Lösung.
Auf Wunsch buchen wir für Sie gern auch eine höhere Hotelkategorie. 

Unterkunft während des Treks

Während des Treks übernachten wir in Lodges oder Guesthouses, am ehesten vergleichbar mit unseren Berghütten.. Die Standards sind mittlerweile sehr unterschiedlich. In den klassischen Trekkingregionen (z.B. Annapurna, Everest) sind die Standards deutlich höher als in touristisch weniger erschlossenen Gebieten (z.B. Langtang, Manaslu). 

Viele Lodges bieten heute Doppelzimmer an, aber auch auf eine Nacht im Mehrbettzimmer oder Lager sollten Sie sich einstellen. Decken sind vorhanden, ein eigener Schlafsack ist aber schon aus hygienischen Gründen unbedingt empfehlenswert.

Einzelzimmer (bei Buchung angeben) beziehen sich immer nur auf die Hotelübernachtungen. In der Lodge entscheidet die Verfügbarkeit über die Vergabe von Zweibettzimmern an Einzelpersonen. Hier gibt es leider keine Garantien.

Die sanitären Einrichtungen sind ebenfalls recht unterschiedlich und richten sich nach dem Standard der Lodge. Rechnen Sie mit einfachen Bedingungen, ein Waschbecken auf dem Zimmer ist definitiv die Ausnahme. Duschen gibt es, aber lassen Sie sich vom Schild „hot shower“ bitte nicht täuschen – tatsächlich ist warmes Wasser rar und steht dann nicht unbedingt zum Duschen zur Verfügung. Eine Schüssel warmes Wasser reicht zwischendurch aber auch, und die bekommen Sie eigentlich überall. 

Für Toiletten gilt dasselbe: gerade in touristisch nicht so gut erschlossenen Gebieten handelt es sich meist um „Plumpsklos“, die sich im Hauptgebäude oder auch außerhalb befinden.

Essen & Trinken

In Kathmandu und Pokhara wird es Ihnen an nichts fehlen, es gibt zahlreiche Restaurants und Sie haben die Qual der Wahl. Selbst wer auf heimische kulinarische Spezialitäten nicht verzichten möchte, kann sich hier voll ausleben: Pizza, Pasta, Steaks… alles ist verfügbar und je nach Restaurant auch in bester Qualität.

Doch keine Angst, auch auf dem Trek werden Sie gut versorgt. Das klassische nepalesische Essen ist das Dal Bhat. Es besteht aus Reis, einer gewürzten Linsensoße und Currygemüse, manchmal werden auch Pickles dazu gereicht. Quasi überall erhältlich und SEHR lecker! 

Abendessen gibt es immer in der Lodge, in der wir auch übernachten. Es wird einfaches, aber wirklich sehr gutes Essen serviert. Wenngleich sich die Speisekarten meist ähneln (Reis, Nudeln, Kartoffeln mit Gemüse), jede Lodge kocht anders und das Essen auf dem Trek macht wirklich Spaß. Regional und saisonal – vorbildlichl!

 

Eine Bitte haben wir: 
Wenn Sie in einer Gruppe reisen, sollten Sie sich bei der Essensauswahl auf zwei, maximal drei Gerichte verständigen. Es wird alles frisch zubereitet und wenn Sie die Küchen vor Ort sehen wissen Sie sofort, warum. Keiner hat Lust, stundenlang auf sein Essen zu warten. Beim Lunch-Stopp gilt diese Bitte noch verstärkt. 

Auf die grundlegenden Hygieneregeln (siehe „Gesundheit„) weisen wir an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich hin: 
„Wash it, peel it or leave it“. Wasser bitte ausschließlich abgekocht, aus der (original verschlossenen) Flasche oder notfalls mit Entkeimungstabletten behandelt trinken.

Strom & Elektrizität

Die Netzspannung ist wie bei uns 220 Volt, Adapter braucht man in der Regel keine.  

Bitte berücksichtigen Sie, dass in Nepal der Strom oft für mehrere Stunden abgeschaltet wird. Dies gilt auch für Kathmandu. Hier ist aktuell Elektrizität für nur ca. 6 Stunden pro Tag verfügbar. Während der restlichen 18 Stunden herrscht angesagter Stromausfall.
Um das Leben von Touristen angenehm zu gestalten, betreiben
 alle Mittelklasse-Hotels zur Überbrückung eigene Generatoren. Dennoch gilt: Mit kurzfristigen Stromausfällen muss immer und überall gerechnet werden,

Bitte bringen Sie deshalb für den Trek unbedingt eine Stirnlampe/Taschenlampe mit.

Auch während des Treks können Sie Ihre Akkus immer wieder in Lodges und Restaurants aufladen, zunehmend wird auch hierfür eine geringe Gebühr fällig

Telefonieren / Internet / Wlan

Zwischen deutschen und nepalesischen Telefonanbietern gibt es vereinzelt Roaming-Verträge. Bitte informieren Sie sich vor Reiseantritt bei Ihrem Mobilfunkanbieter. 

Wenn Sie absehbar häufiger mit Ihrem Handy telefonieren wollen/müssen, empfehlen wir den Kauf einer örtlichen SIM-Karte. Diese gibt es von NTC und von NCELL. Ihr Guide und unsere Ansprechpartner vor Ort beraten Sie gern und sind auch beim Kauf behilflich.

Vorwahlen von und in die DACH-Region:

  • Nach Nepal: +977
  • Nach Deutschland: +49
  • Nach Österreich: +43
  • In die Schweiz: +41

Wlan ist in allen Hotels verfügbar, in den Lodges entlang der bekannten Treks mittlerweile meist auch (allerdings zunehmend gegen eine mehr oder weniger geringe Gebühr). 

Bitte informieren Sie Ihre Lieben zuhause bereits im Vorfeld, dass Sie während des Treks nicht immer erreichbar sein werden und dass kein Grund zur Sorge besteht, wenn einige Tage lang Funkstille herrscht.

Geld, Trinkgeld

Landeswährung ist die Nepalesische Rupie, 1 € = 126 NR (Stand 01/2020). D

Geld tauschen können Sie nur in Nepal. In Kathmandu können Euro, US$ und Schweizer Franken problemlos getauscht werden.
Reiseschecks sind nicht mehr üblich und werden heute in Nepal unseres Wissens nicht mehr akzeptiert.
Besorgen Sie sich in Kathmandu ausreichend Bargeld, bevor Sie den Trek starten. Günstig sind kleine Scheine, denn nicht überall steht ausreichend Wechselgeld zur Verfügung. Mit EC-/Kreditkarten können Sie während des Treks nichts anfangen.

EC-Karte:
In den Städten Kathmandu und Pokhara stehen mittlerweile mehrere Geldautomaten zur Verfügung, an denen mit einer EC-Karte + PIN unproblematisch Bargeld (Rupien) abgehoben werden kann. Bedenken Sie, dass pro Abhebung ein Fixbetrag als Auslandseinsatzgebühr erhoben wird. 

Kreditkarte:
Mit einer Kreditkarte kann man in den Städten Kathmandu und Pokhara in der Regel ebenfalls problemlos Bargeld abheben. Für jede Geldabhebung in Landeswährung wird vom Kreditkarteninstitut eine Auslandseinsatzgebühr fällig, die zwischen 1 und 4 Prozent des Betrags liegt. Hier finden Sie weitere Infos zum Geld abheben in Nepal.

Ausgaben während des Treks

 Eine häufig gestellte Frage, schwierig zu beantworten. Es kommt so sehr auf Ihre individuellen Gewohnheiten an. 
– Gönnen Sie sich am jeden Abend ein oder zwei Bierchen? 
– Darf’s auch mal ein Snickers, ein Softdrink oder ein Stück Kuchen zwischendurch sein? 
– Stecken Sie fotogenen Objekten vor der Kamera auch mal was zu, damit Sie Ihnen als Motiv dienen? 
– Lassen Sie sich von den Souvenirverkäufern locken? 
– Und letztlich: Sind Sie im teuren Everest-Gebiet unterwegs oder umrunden Sie den Manaslu, wo es nur viel seltener Gelegenheit zum Geld ausgeben gibt?

Als grobe Orientierung: mit 10-15 € pro Trekkingtag werden Sie den Trek auf alle Fälle überleben. Nehmen Sie den Betrag möglichst in kleinen Scheinen mit, damit das Wechselgeld geben kein Problem wird.

 

Trinkgeld

Für Trekking-Guides und Träger 

Trinkgeld wird erwartet und gehört als ein Zeichen der Wertschätzung dazu. Jede andere Aussage entspräche einfach nicht der Wahrheit. Selbstverständlich hängt die Höhe davon ab, wie zufrieden Sie mit der Leistung Ihrer Mannschaft waren. Zur Orientierung: 5-6 € pro Person und Trekkingtag sind angemessen. Im (teuren) Everest-Gebiet darf es gern etwas mehr sein, bei sehr guter Leistung ebenfalls.

Unsere Empfehlung: Überschlagen Sie vor dem Trek, wie viel Trinkgeld Sie in etwa brauchen werden und halten Sie dieses Geld möglichst passend bereit. Übergeben Sie das Trinkgeld für die gesamte Mannschaft an den Guide, verbunden mit ein paar Worten des Dankes und des Lobes. Ein guter Zeitpunkt hierfür ist der letzte Abend vor Beendigung des Treks. Der Guide übernimmt die Verteilung im Team.

Restaurants: Üblich sind etwa 5% der Rechnungssumme, in teureren Restaurants werden eher 10% erwartet. Immer häufiger ist heute bereits eine „Service Charge“ im Rechnungsbetrag inkludiert; zusätzliches Trinkgeld ist in diesem Fall nicht notwendig.

Hotel: Das Service-Personal freut sich über ein Trinkgeld. Meist steht  hierfür eine Tip-Box am Empfang. Wenn Sie bestimmte Leistungen honorieren möchten, hier zur Orientierung: 
Zimmermädchen: ca.50 Rs pro Tag 
Kofferträger: ca. 30–40 Rs pro Gepäckstück

Spenden

Es ist üblich, dass in Tempeln, Klöstern und religiösen Stätten kleinere Geldbeträge gespendet werden. Wenn Sie mögen, schließen Sie sich diesem Brauch an – selbst ein paar Rupien sind eine schöne Geste.
 

Allgemeine Verhaltensregeln

Vorbemerkung

„Nichts mitnehmen als Fotos, nichts hinterlassen als Fußspuren“ – diesen Satz von Sir Edmund Hillary haben Sie sicher schon gehört. Er ist eine wunderbare Guideline!

Die Welt hat sich immer schon verändert und tut dies auch heute – Nepal macht hier keine Ausnahme. Die Vorstellung jüngerer Generationen deckt sich nicht unbedingt mit denen der Eltern und Großeltern. Gerade in touristisch geprägten Gebieten sind Einflüsse aus aller Welt sicht- und spürbar, das bleibt nicht ohne Wirkung auf die einheimische Bevölkerung. 
Da viele Nepalesen vom Tourismus leben, wird auch Verhalten, das nicht zu ihrer Kultur passt, meist akzeptiert. In den Touristenzentren Thamel und Pokhara werden Sie mit Sicherheit Gäste aus aller Welt treffen, die sich in vielerlei Hinsicht unpassend verhalten und auch kleiden, eventuell aus Unwissenheit. Ähnliches gilt für die vielbesuchten Trekking-Regionen. 
Wir finden: Es zeugt von Respekt gegenüber der Kultur und ihren Traditionen, wenn wir diese nicht ganz außer Acht lassen. In ländlichen und wenig von Touristen besuchten Gegenden gilt dies ganz besonders. Aber bitte entscheiden Sie selbst, ob bzw. inwieweit Sie unsere Hinweise in Bezug auf angemessene Kleidung und Verhaltensweisen beherzigen wollen. 

Angemessene Kleidung 

  • Männer sollten immer ein Hemd/T-Shirt und langen Hosen tragen. Auf (viel begangenen) Wanderwegen sind kurze Hosen heute auch in Ordnung.
  • Frauen sollten auf eine eher konservative Kleidung achten. Schultern und Knie sollten bedeckt sein, am besten auch die Unterschenkel. Kurze Hosen sind vielleicht auf dem Trek akzeptabel, in abgelegenen Dörfern sind sie auch heute noch ein No-Go. Ein luftiger Rock ist bei Hitze genauso gut wie eine kurze Hose. Grundsätzlich gilt: Je mehr Haut Sie zeigen, desto mehr müssen Sie auch mit anzüglichen Blicken und eventuell auch mit Belästigungen rechnen.

Begrüßung

Zur Begrüßung legen Sie die Handflächen auf Brusthöhe zusammen, verbunden mit dem Gruß „Namaste“ (Ich grüße das Göttliche in dir). Wenn Sie besonderen Respekt ausdrücken wollen, verwenden Sie das formellere „Namaskar“.

Keine Zärtlichkeiten in der Öffentlichkeit

Körperkontakt und Küssen in der Öffentlichkeit sind in Nepal besonders bei der älteren Generation verpönt. Nur Personen gleichen Geschlechts zeigen ihre Freundschaft oft durch „an die Hand“ nehmen oder durch „den Arm über die Schultern“ legen.

Gestik

Daran müssen Sie sich gewöhnen: Kopfschütteln, das für uns als Nein gilt, bedeutet in Nepal „Ja“. Das führt immer mal wieder zu Missverständnissen. So auch die sprichwörtliche nepalesische Freundlichkeit: Ein Nepalese versucht immer, Ihre Frage zu beantworten. Ein „Ich weiß nicht“ werden Sie selten hören… und so kommt es schon auch mal vor, dass ein zustimmendes Kopfschütteln eher „Ich weiß nicht so genau“ bedeutet.

Dinge, die als „unrein“ gelten

  • Die linke Hand gilt als unrein, da sie (früher) zum Reinigen nach dem Stuhlgang benutzt wird/wurde. Essen und Nahrungsmittel werden aus diesem Grund ausschließlich mit der rechten Hand berührt. 
  • Als „unrein“ gilt auch Essen, welches bereits mit einem benutzten Messer, Löffel, mit den Fingern oder den Lippen einer anderen Person in Kontakt gekommen ist. Bieten Sie deshalb niemals einem Nepalesen derart verunreinigtes Essen an und essen Sie selbst möglichst auch nicht von fremden Tellern.

Einladung in ein privates Wohnhaus

  • Beim Betreten von Wohnungen ziehen Sie bitte die Straßenschuhe vor der Eingangstür aus, da diese als „unrein“ gelten. 
  • Bringen Sie ein kleines Gastgeschenk mit, Süßigkeiten für die Kinder kommen immer gut an.
  • Um Respekt auszudrücken, aber auch um Geld anzubieten, Essen oder Geschenke zu überreichen, verwenden Sie nur die rechte Hand, beide Hände oder, die rechte Hand überreicht die Gabe und die linke Hand ruht derweil auf dem Handgelenk oder der Ellbeuge.
    Erwarten Sie bitte keine großen Worte des Dankes – das ist in Nepal einfach nicht üblich. „Dhanyavad“ (Hindi) wird als „Danke“ übersetzt, aber auch das englische „thank you“ wird eigentlich überall verstanden.
  • Setzen Sie sich so hin, dass Sie mit Ihren Fußsohlen auf niemanden zeigen und steigen Sie nicht über eine Person drüber, um einen Platz zu finden.
  • Sie werden mit Sicherheit reich bekocht. Mit einem Nachschlag bringen Sie am besten zum Ausdruck, dass Ihnen das Essen geschmeckt hat – also am Anfang nicht zu viel auf den Teller laden. Die Küche des Hauses sollten Sie übrigens nicht unaufgefordert betreten.

Besuch religiöser Kultstätten

  • Bitte ziehen Sie vor Betreten die Schuhe aus
  • Kleiden Sie sich so, dass möglichst wenig nackte Haut zu sehen ist. Spagettiträger, kurze Hosen oder kurze Rücke sind bei Damen unangebracht, häufig wird der Zutritt dann sogar verboten.
  • Eine Stupa umkreist man immer im Uhrzeigersinn, d.h. man wandert auf der linken Seite vorbei.
  • Kühe sind in Nepal heilig und auch Nationaltier. Aus diesem Grund essen Nepalesen auch kein Rindfleisch.

Souvenirkauf und das Feilschen um Preise

Typisch nepalesische Souvenirs (Schals, Decken, Teppiche, Schmuck, Schnitzereien, Kunstgegenstände, Stick- und Strickarbeiten, Leder- und Töpferwaren) kauft man selten zum Festpreis. Handeln gehört einfach dazu und lohnt sich. Üblicherweise setzen die Händler den Preis zu Beginn viel zu hoch an. Nach einigem Hin und Her kann man sich fast immer auf einen Preis einigen, der Ihnen als Sonderrabatt („early morning price“, „late evening price“, „you are my first customer today“ etc.) schmackhaft gemacht wird. Schön, wenn sowohl Händler als auch Käufer mit einem guten Gefühl auseinander gehen.

Umgang mit Bettlern

Wie überall auf der Welt gilt auch in Nepal: Almosen erzeugen noch mehr Bettler, lösen aber nie die der Armut zugrunde liegenden Probleme! Insofern sollten Sie die Bettelei nicht unterstützen.

Wenn Sie wirklich Gutes tun wollen, unterstützen Sie lieber nachhaltig, zum Beispiel durch eine Spende an eine Schule, ein Waisenhaus oder eine andere Einrichtung im Land. Sie können unsere Partner vor Ort direkt fragen und wenn Sie möchten, auch ein oder verschiedene Waisenhäuser besichtigen.
Auch können wir eine Spende an die uns vertraute UKALO e.V. empfehlen, hier geht wirklich jeder Cent in die Hilfsprojekte.

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Wir beraten Sie gerne!

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Ihr Paul Nicolini und das Team von HFT

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